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Betrug und Abzocke im Internet

Der Teufel steckt im Detail: Vermeintliche Gratis-Angebote entpuppen sich bei näherer Betrachtung als kostenpflichtig. Wie Sie sich am besten gegen diese schwarzen Schafe wehren und was Sie machen können, wenn Sie Opfer der Schmidtleins und Co. wurden, erfahren Sie hier!

Wissen-Kompakt machte die Probe aufs Exempel und meldete sich für Recherchezwecke auf einer Seite die von den Schmidtleins betrieben wird an. Um deutlich zu machen, dass wir an den Diensten nicht interessiert waren, gaben wir völlig sinnlose Buchstabenkombinationen als Adresse an, lediglich die Email Adresse war richtig. Nachdem lange kein Bestätigungsemail kam, geriet die Sache in Vergessenheit woraufhin wir auch kein Widerrufsrecht abschicken konnten - ohne bestätigten Vertrag kein Widerruf. Doch siehe da: 14 Tage nach Anmeldung, genauer gesagt nach dem Verstreichen des Rücktrittsrecht kam die Bestätigungsmail mit den Zugangsdaten. Wissen-Kompakt klickte explizit nicht auf den Bestätigungslink und loggte sich auch nie in die Seite ein. Allerdings reichte bereits das Öffnen des Mail mit den Zugangsdaten um am nächsten Tag eine Rechnung über 7€ pro Monat zu erhalten. Natürlich wurde der Vertrag widerrufen - trotzdem kam wieder lange keine Antwort. Als dann die erste Mahnung (wieder per Mail) eintraf, antworteten wir klipp und klar, dass wir nicht zahlen würden und verwiesen auf gültiges Recht. Und siehe da: Danach kam nichts mehr. Scheinbar nutzen die Betrüger die Angst der Leute vor einem Gerichtsverfahren aus.

Wir haben nun verschiedene Fragen und Antworten zusammengestellt, die Ihnen helfen sollen. Bitte verwechseln Sie unser Service nicht mit einer Rechtsauskunft. Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen Informationen gesammelt, trotzdem kann nur ein professionieller Jurist sichere Antwortem zum Thema Abzocke im Internet geben!

  • Ich habe falsche Daten angegeben, nun wird mir gedroht, dass ich mittels IP ausfindig gemacht werden kann. Was tun?
    Für eine strafrechtliche Verfolgung kann die Polizei eine IP Adresse nutzen um die Adresse eines Computerinhabers ausfindig zu machen. Allerdings kann keine Privatperson oder Firma etwas mit einer IP-Adresse alleine anfangen. Aus diesem Grund müsste dem Inhaber erst eine Straftat nachgewiesen werden um überhaupt an die Adresse gelangen zu können. Da viele Internet-Betrüger auf keinen Fall Anzeige bei der Polizei erstatten sind das leere Drohungen. Also auf alle Fälle nicht zahlen!

  • Ich habe mich als 18 ausgegeben, bin aber noch jünger. Nun wird mir wegen Betrugsverdacht gedroht. Was tun?
    Der Serviceanbieter hat die Pflicht das tatsächliche Alter seiner Kunden festzustellen. Genauso wie es illegal wäre, Alkohol an eine 13-jährige Person zu verkaufen ist es illegal, eine Person ein Service nutzen zu lassen das erst ab 18 vorgesehen ist (egal auf welche Inhalte sich das Service bezieht und egal ob im Internet oder nicht). Betrug ist laut Strafgesetzbuch ein Vorgang, um sich durch Vortäuschen falscher Gegebenheiten eine Leistung zu erschleichen. Wenn die Leistung also kostenlos angeboten wurde, liegt der Betrugsverdacht beim Anbieter, nicht beim Konsumenten. Behalten Sie Ihr Geld, zahlen Sie nicht!

  • Ich habe eine Rechnung per Email bekommen, allerdings habe ich mich sicher nie auf solch einer Seite angemeldet!
    In diesem Fall: Ignorieren und nichts weiter tun. Die Internet-Abzocker müssten erst einmal nachweisen, dass Sie sich tatsächlich angemeldet haben was ihnen nicht leicht fallen wird. Wenn sie noch dazu (mit Augenzeugen) beweisen können, dass sich zum Anmeldezeitpunkt woanders, nur nicht auf der entsprechenden Seite waren, sind Sie zu 100% im Recht.

  • Ich habe eine Rechnung per Email bekommen, habe mich auch auf solch einer Seite angemeldet. Was tun?
    Wenn auf der Seite nicht klipp und klar festzustellen ist, dass es sich dabei um ein kostenpflichtiges Angebot handelt, sind die Betreiber schuldig, nicht Sie! Es genügt dabei nicht, in den AGB's auf Kosten hinzuweisen oder in Kleingedrucktem. Unser Tipp: Diese Rechnung und alle weiteren Mails des Betreibers ignorieren

  • Ich habe eine Mahnungsbescheid oder ähnliches per Post bekommen, was soll ich nun tun?
    Darauf müssen Sie unbedingt reagieren. Aber keine Angst: Das heißt noch lange nicht, dass Sie die Schuld tragen. Solche Bescheide werden abgeschickt ohne dass ein Gericht prüft, ob sie gerechtfertigt sind. Es handelt sich dabei also nur um einen meist von einer juristischen Person verfassten Brief, der NICHTS MIT EINER ANKLAGE oder ähnlichem zu tun hat (siehe Wikipedia: "Das Mahnverfahren ermöglicht die Vollstreckung einer Geldforderung ohne Klageerhebung, also ohne Urteil. Das Verfahren wird von einem Rechtspfleger oder sogar voll automatisiert durchgeführt, ohne dass geprüft wird, ob dem Antragsteller der Zahlungsanspruch tatsächlich zusteht. Das Mahnverfahren ist damit eine schnelle und kostensparende Alternative, die sich besonders für Ansprüche eignet, über die kein Streit besteht."). Allerdings müssen sie darauf antworten und Widerspruch einlegen. Hierbei wäre es empfehlenswert sich einen Anwalt zuzulegen, der die entsprechenden Briefe verfasst und Sie durch die Rechtssituation leitet.

  • Ich habe mich auf einer angeblich kostenlosen Internetseite mit meinen richtigen Daten angemeldet.. Bei einer plötzlich eingegangenen Rechnung stimmen gewissen Punkte nicht (falsche IP, falsche, Adresse, falscher Name,...). Ist das eine Falle?
    Nein. Wir haben festgestellt, dass die angeblich übermittelte IP Adresse in den meisten Fällen nicht stimmt. Und wenn Name und Adresse falsch angegeben sind, woher wollen Sie wissen, dass Sie gemeint sind? Zahlen Sie keine Rechnung, behalten Sie Ihr Geld!

  • Auf einer Internetseite des Anwalts der Schmidtlein wird mit angeblich gewonnenen Verfahren angegeben. Stimmt das?
    Bis zum Verfassen dieses Artikels (August 07) wurde der Rechtsweg nie beschritten. Das heißt, dass die Schmidtleins oder deren Anwalt nie jemanden wegen Zahlungsverweigerung angeklagt, geschweige den Recht bekommen hätten, im Gegenteil: Erst vor kurzem wurden die Brüder zu einer Geldstrafe von 24.000€ verurteilt. Die Dokumente sie sich auf der Homepage befinden sich außergerichtliche Einigungen. Scheinbar haben manche Zahlungsverweigerer den Schmidtleins dann doch nachgegeben.

  • Auf einer Internetseite des Anwalts der "Schmidtlein" steht, dass Anklagen gegen den Anwalt oder die Schmidtleins abgewiesen wurden, stimmt das?
    Laut Recherchen von Wissen-Kompakt gibt es über Tausend Anzeigen wegen Betrugsverdacht. Warum genau ein paar davon abgewiesen wurden steht (natürlich) nicht dabei...

  • Ich habe bereits eine Rechnung bezahlt. Wie hoch stehen meine Chancen das Geld wieder zurück zu bekommen?
    Das hängt stark davon ab, wie der Vertrag zustande kam bzw. wie viel Zeit schon vergangen ist. Wir empfehlen einen Anwalt einzuschalten. Laut unseren Recherchen haben schon einige Geschädigte ihr Geld wieder erhalten.

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